Existenzgründung mit biologischen Produkten
Wer eine Existenzgründung mit biologischen Produkten im Handel oder auch in der Herstellung plant, der steht vor einer sich wandelnden Marktsituation und sollte sich diesen Schritt daher gut überlegen.
Viele Supermärkte, Discounter und Drogeriemärkte bieten mittlerweile Biowaren an. Die große Konkurrenz spüren vor allem die kleineren Bioläden, die ein breites Produktprogramm anbieten. Steigender Kostendruck, weniger Kunden und letztendlich zu geringer Umsatz zwingen viele dieser Bioläden zum Aufgeben.
Wer trotz der schwierigen Marktsituation in diesem Bereich gründen will, sollte sein Angebot entsprechend der Marktlage gestalten.
Für kleinere Bioläden besteht dabei die Möglichkeit, durch bessere Qualität zu punkten. In den großen Ketten werden die Waren oft in einer Bio-Basisqualität angeboten. Durch ein Warensortiment in Premiumqualität kann sich ein kleiner Laden davon gut abheben.
Auch eine Zielgruppenanalyse ist vor einer Existenzgründung enorm wichtig. Wer wird in meinem Laden kaufen? Was charakterisiert den für mich relevanten Bio-Käufer? Studien haben ergeben, dass jemand, der hochwertige Bioprodukte kauft, meist überdurchschnittlich gut verdient, einen hohen Bildungsgrad hat und mit “großer Kennerschaft” einkauft. Das bedeutet, dass man es mit anspruchsvollen Kunden zu tun hat, die für hochwertige Waren aber auch gerne mal mehr ausgeben.
Diese Qualitätsansprüche und die damit Hand in Hand gehende Zahlungsbereitschaft möglicher Kunden machen diesen Markt wiederum attraktiv. Die Gewinnspannen sind höher als im herkömmlichen Handel. In der Landwirtschaft setzen viele Betriebe auf Bio-Produkte, da sie nur noch damit kostendeckende Preise erhalten. Auch Hersteller anderer Branchen, wie etwa im Bereich der Kosmetika oder der pharmazeutischen Produkte, profitieren von der Bio-Welle. Wer sich der Schwierigkeiten und Chancen des Marktes bewusst ist, ist einer erfolgreichen Existenzgründung in dem Bereich jedenfalls schon einen Schritt näher.
Eine gute Vorbereitung ist allerdings für jede Existenzgründung wichtig – deshalb sollten Gründer/innen immer auch einen Businessplan erstellen. Der Businessplan ist nicht nur für Banken oder Arbeitsagenturen gut. Er dient vor allem der eigenen Vorbereitung und hilft, Fehler im Vorfeld der Existenzgründung zu vermeiden.
Dieser Text wurde verfasst von Friederike Schwabel für amaveo innovationsmanagement, andrea claudia delp, anklamer strasse 1a, 10115 berlin, tel. 030/6120 1064, fax. 030/6120 1120, info(at)amaveo.de
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Schlagworte: Bioprodukte, Businessplan, Existenzgründung
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am 19. Februar 2012 um 10:27
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Guter Artikel – folgende Ergänzung:
Wir haben in den letzten Jahren auch einige Bio-Laden-Gründungen betreuen dürfen und haben die Erfahrung gemacht, dass sich die kleineren Bio-Läden vor allem durch eine persönliche, individuelle Beratung einen Vorsprung gegenüber den großen, oftmals unpersönlichen Ketten verschaffen können.
Einige Tipps zu Marketing, Marktzugang, Alleinstellungsmerkmal usw. und zu allgemeinen Themen der Existenzgründung finden Sie auch auf unserer Plattform http://www.gruendungsberatung-online.de/
Viel Spaß beim Stöbern & beste Grüße
Nico Reichelmann
am 6. Juli 2011 um 12:41
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Viel Erfolg und liebe Grüße, Melanie
am 17. Dezember 2010 um 13:11
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Dieser Trend betrifft ja nicht nur Bio-Läden. Reihenweise Kleinstädte sind so in der Vergangenheit zerstört worden – ein Großanbieter macht dann die kleinen Einzelhändler obsolet. Schade wirklich. Auch die Bio-entwicklung ist mit vorsicht zu betrachten, viele schwarze Schafe unterwegs und ja, es ist nicht überall Bio drin, wo Bio draufsteht.
am 22. Januar 2010 um 12:28
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Ich finde es ebenfalls sehr schade, dass zunehmend kleine, gute Bioläden von großen Ketten niedergerungen werden. Doch die Skandale im Bereich Bio nehmen ja auch immer mehr zu. Es ist schon lange nicht mehr Bio drin, wo Bio drauf steht, was in kleinen Bioläden doch immer gegeben ist.