Zu viele Hochqualifizierte?
Andreas Schleicher, der Leiter der Abteilung für Analysen im OECD-Bildungsdirektorat, hat am 13. September 2011 den neuen OECD-Bildungsbericht vorgestellt. Demzufolge ist der Anteil der deutschen Erwachsenen mit einem hohen Bildungsabschluss in den letzten 50 Jahren kaum gewachsen. Der Anteil von Deutschen an den Hochqualifizierten beläuft sich in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen gerade noch auf ca. drei Prozent.
Dabei sind mit dem Begriff „Hochqualifizierte“ im Sinne des OECD-Bildungsberichts Absolventen von Hochschulen und Fachhochschulen mit einem erfolgreichen akademischen Abschluss aber auch Inhaber eines Meisterbriefes gemeint.
Aus den Zahlen des OECD-Bildungsberichts ist zuletzt häufig geschlussfolgert worden, dass die Ausgaben des deutschen Staates für Bildung gesteigert werden müssten, da die Ausbildungsbedingungen viele Deutsche vom Erwerb einer höheren akademischen oder auch beruflichen Qualifikation abhalten würden.
Allerdings sind die angeblich finanziell so schlecht ausgestatten deutschen (Fach-)Hochschulen, die im internationalen Wettbewerb nicht bestehen könnten, bei Studierenden aus dem Ausland ausgesprochen beliebt. Nach entsprechenden Bildungseinrichtungen in den USA, Großbritannien und Australien, deren Hochschulen aus sprachlichen Gründen unerreichbare Standortvorteile haben dürften, werden die deutschen Universitäten von Studenten aus dem Ausland am meisten frequentiert. Daher sollte es nicht an der Qualität der Lehre und an den räumlichen Bedingungen liegen, wenn kein höherer Prozentsatz der Deutschen einen akademischen Abschluss anstrebt.
Was sind dann aber die Gründe für die niedrigen Zahlenwerte des OECD-Bildungsberichts? Die Erfahrungen der Bewerbungsberatung der BPC Dipl.-Kfm. Manfred Baumeister PersonalConsulting geben Hinweise für die Lösung dieses Rätsels. Die deutschen Unternehmen suchen in der Regel Kandidaten, die über jahrelange berufliche Erfahrungen auf einer nahezu identischen Position bei der Konkurrenz verfügen und geben Nachwuchskräften lediglich im Wege von schlecht bezahlten Praktika Gelegenheit zu ersten Berufserfahrungen.
Insbesondere Absolventen von Hochschulen ist folgendes Problem bekannt: Sie schreiben entweder selbst eine Vielzahl an Bewerbungen oder erteilen einem professionellen Anbieter den Auftrag „Bewerbung schreiben lassen“, weil sie nach Ihrem Studium keine Ihren Qualifikationen entsprechende Beschäftigung finden und händeringend nach einem adäquaten Job suchen. Dabei sind Sie sogar schon nach einer relativ kurzen Zeitspanne bereit, auch berufliche Tätigkeiten aufzunehmen, für die ein Hochschulabschluss nicht notwendig ist. Dies gilt übrigens auch – zumindest teilweise – für Nachwuchskräfte aus Bereichen, die dem sog. Fachkräftemangel in besonderem Maße unterliegen.
Es bleibt festzuhalten, dass in Deutschland offenbar kein Bedarf an einer weiteren Erhöhung des Anteils von Hochschulabsolventen besteht. Aus diesem Grund ist es auch nachvollziehbar, wenn Abiturienten nicht bereit sind, die Strapazen eines jahrelangen Studiums auf sich zu nehmen und anschließend doch keine adäquate Beschäftigung erhalten.
Aussender:
Manfred Baumeister
Schumannstraße 17
53340 Meckenheim
info@bpc-bonn.eu
Beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Haftung für Inhalte, Links und Urheberrecht im Impressum.Sie wollen diese Pressemeldung verlinken? Der Quellcode lautet:
Auf Link im Web empfehlen wir Ihnen auch diese interessanten Beiträge.
- Existenzgründung mit biologischen Produkten
- ,,Die Consultingbranche braucht jeden - der gut ist!"
- Alternative im „War for Talents“
- Arbeiten auf den Kanaren
- Auslagerung von Tätigkeiten auf externe Anbieter
- Auswahl der richtigen Personalberatung
- Betriebsratsseminare in München
- Bildungsprämie 2012- für Heilpraktiker
- Community mit Tipps rund ums Studium
- Der schnelle Chef-Check für Arbeitnehmer
Schlagworte: Bewerbung, Bewerbungsberatung

Pressemeldung veröffentlichen
Veröffentlichen Sie Pressemitteilungen und News?Machen Sie User neugierig. Berichten Sie was es Neues bei Ihnen gibt. Pressemeldung veröffentlichen zählt zur OffPage-Optimierung von Webseiten.
Zugang zum Presseportal hier beantragen
Erfolgreiche online Pressearbeit ist Teil einer Social Media Kampagne.
Bauen Sie gezielt Ihre Position im Web mit Pressemeldungen aus.Die Veröffentlichung von von Pressemittelungen erhöht Ihren Bekanntheitsgrad im Web und ist gleichzeitig eine Grundform des Linkbuildings. Für Ihre SEO-Strategie ein ganz entscheidender Faktor.





