Probleme mit der Rechtschreibung
Freitag, 22. Januar 2010 |
Die Rechtschreibreform hatte das Ziel, die deutsche Sprache deutlich zu vereinfachen.
Nicht nur das Einwanderer beim Erlernen der deutschen Sprache früher viele Schwierigkeiten mit der komplexen, wenig stringenten Grammatik mit den vielen Sonderregeln und Ausnahmen hatten, es wurde bedingt durch die Zunahme der Schulkinder mit Migrationshintergrund auch wichtig, die Schüler zur Verbesserung der Kenntnisse der deutschen Sprache zu motivieren.
Mitunter ist die harrsche Kritik, die daran in den 90er Jahren geübt wurde, in der Nachbetrachtung recht überzogen. Dennoch sind die Kritiker mit einigen Regelungen der deutschen Rechtschreibung aktuell noch immer nicht glücklich.
Die wesentlichen Änderungen im Bereich der Zusammen- und Getrenntschreibung, der Schreibung mit Bindestrich, der Worttrennungen und Wort-Alternativen, sind recht eingängig und erleichtern gerade Migranten die Anwendung der Rechtschreibregeln. Bundesbürger, die mit den Regelungen vor 1996 aufgewachsen sind, haben bis heute nachgewiesen große Schwierigkeiten sich anzupassen und die Reformen im Alltag anzuwenden. Die meisten Mitbürger können die wesentlichen Änderungen im Regelwerk auch nicht widergeben.
Fakt ist aber auch, dass niemand außerhalb der Schule an die Anwendung der Regeln gebunden ist – so hat es das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil 1998 ausdrücklich formuliert.
Die Tatsache, dass die Probleme mit der Rechtschreibung nach der Reform subjektiv eher zugenommen haben, drückt auch den Umstand aus, dass der Anpassungsdruck nach dem zuvor genannten BVerfG-Urteil entsprechend überschaubar war. Mittlerweile gibt es einige Tools, auch im Web, mit denen sich die Probleme mit der Rechtschreibung geflissentlich korrigieren lassen.
Plugins für Browser, E-Mail Software und Textverarbeitungen erleichtern zudem den Umgang mit der noch immer nicht eingängigen deutschen Rechtschreibung.
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