Energiespeicher für die Wärmeenergie der Sonne
Mittwoch, 5. August 2009 |
Die Zukunft unserer Wärmeenergieversorgung liegt im Bereich der regenerativen Energien.
Dabei spielt die Energie der Sonne eine entscheidende Rolle. Selbst in unseren Breitengraden trifft täglich viel von dieser kostenlosen Energie auf unsere Erde und wartet nur darauf von uns auch genutzt zu werden.
Leider hat die Nutzung der Sonnenenergie ein Problem. Die Sonne scheint eigentlich dann wenn wir keine oder nur wenig Wärme benötigen.
Im Sommer benötigen wir nur einen geringen Energieanteil für die Heizwärme. Die Wärmeenergie für die Trinkwassererwärmung wird nur zu bestimmten Tageszeiten, morgens und abends, benötigt.
Im Winter machen diffuse Lichtverhältnisse und eine geringere Sonneneinstrahlung die Nutzung der Sonnenergie auch nicht einfacher.
Die Alternative besteht darin, die von der Sonne erzeugte Energie in einem Solarspeicher für die spätere Verwendung zu speichern. Dabei sollte man sich aber darüber im klaren sein, dass ein Langzeit Speicherung, ähnlich wie sie jetzt bei dem geplanten Solarkraftwerk in der Sahara Desert Tec in unseren Breitengraden, auf der Grund der vergleichsweise geringen Sonneneinstrahlung und den doch deutlich kleineren Solaranlagen nicht energieeffizient ist.
Moderne Solaranlagen sind soweit entwickelt, dass sie bei richtiger Auslegung einen höchstmöglichen solaren Deckungsgrad erzielen. Dabei ist die optimale Abstimmung der einzelnen Komponenten der Solaranlage ein entscheidendes Kriterium für die Energieeffizienz der Solarthermie. Zu groß gewählte Kollektorflächen, überdimensionierte Solarspeicher und schlecht eingestellte Solarregelanlagen reduzieren den Solarertrag und das Kosten/Nutzenverhältnis der Solaranlage deutlich.
Solarspeicher gibt es in unterschiedlichen Varianten. Für kleine Solaranlagen unter 15 Quadratmeter Kollektorfläche sind eigentlich keine speziellen Solarspeicher erforderlich. Diese Anlagen sind oftmals ausschließlich für die Trinkwassererwärmung ausgelegt. Größere Anlagen können mit einem speziellen Pufferspeicher ausgerüstet werden. Dabei ist die Schichtung der Temperaturen im Pufferspeicher besonders entscheidend. Damit ein höchstmöglicher Solarertrag erzielt wird, muss der Solarkreis immer an der kältesten Stelle in den Pufferspeicher eingebunden werden. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Schichtspeicher, die eine spezielle Weiterentwicklung der Pufferspeicher in der Solartechnik durchgesetzt. Schichtspeicher bieten eine optimale Schichtung des Temperaturniveaus und bieten oftmals auch Anschlüsse für zusätzliche Wärmeerzeuger.
Autor: Berthold Zumbrink
Tippelstr. 49
45529 Hattingen
Web: http://www.ibkammelter.de
public [ at ] avibk [ dot ] de










