Nie wieder eine Brille
(djd). Ungefähr 42 Millionen Bundesbürger nehmen ihre Umgebung ohne Brille oder Kontaktlinsen nur verschwommen wahr. Viele Menschen wären aber am liebsten unabhängig von ihren Sehhilfen – bei der Arbeit, beim Autofahren, beim Sport. Tatsächlich hat sich die Lasertechnick nicht nur bei der Lasergravur – auch bei der Laserchirurgie in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt, heute befreien Ärzte mit Hightechsystemen ihre Patienten in wenigen Minuten von der Fehlsichtigkeit.
100.000 Deutsche setzen jedes Jahr auf Lasik.
Ungefähr 100.000 Bundesbürger pro Jahr lassen eine solche Augenlaserbehandlung bei sich durchführen. Wer kommt grundsätzlich dafür in Frage?
Dr. med. Volker Rasch, Facharzt für Augenheilkunde aus Potsdam: “Entscheidend ist der persönliche Leidensdruck. Der Einzelne muss mit Brille oder Kontaktlinsen in Beruf, Freizeit oder Sport ein echtes Problem haben. Es gibt aber auch Fälle, bei denen aus ärztlicher Sicht zu einer Operation geraten werden kann.”
Und ab welchem Alter ist eine solche Operation möglich?
Dr. Rasch: “Erlaubt ist sie ab dem 18. Lebensjahr. Das Auge sollte jedoch prinzipiell ausgewachsen sein. Bei Älteren wiederum können Faktoren wie Linsentrübungen oder Netzhautveränderungen die Möglichkeit einer Operation einschränken.”
Lasik wird von der Kasse nicht übernommen.
Lasik zählt zur sogenannten Wunschmedizin und wird von den Kassen deshalb nicht übernommen. “Das Lasern in Deutschland kostet circa 4.000 Euro für beide Augen”, erläutert Susanne Besold, Expertin bei Ergo Direkt Versicherungen. Vom Fürther Direktversicherer gibt es deshalb eine Augenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen.
Susanne Besold: “Wer eine Sehschärfenkorrektur mittels Laseroperation durchführen lassen will, erhält dafür ab dem dritten Versicherungsjahr einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro.” In den ersten beiden Versicherungsjahren ist der Zuschuss auf insgesamt 667 Euro begrenzt. Bei der Augenversicherung werden zudem bis zu einer gewissen Höchstgrenze augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Aufwendungen für Brillenfassungen und -gläser sowie Kontaktlinsen erstattet (mehr unter www.ergodirekt.de).
Fast immer ohne Risiken und Nebenwirkungen
“Komplikationen oder unerwünschte Nebenwirkungen sind beim Augenlasern äußerst selten”, sagt der Hamburger Facharzt Dr. med. Ralf-Christian Lerche. “Allerdings sollte die Hornhaut bei einer Lasik mindestens 500 µm dick sein, bei Oberflächenverfahren ist eine Operation eventuell auch bei dünneren Gewebedichten möglich.
Bei zu dünner Hornhaut besteht die Möglichkeit, die Fehlsichtigkeit mittels zusätzlicher Linsen zu korrigieren.” Dr. Lerche: “Voraussetzung für jede Operation ist eine gründliche Untersuchung an beiden Augen durch den Facharzt.”
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Schlagworte: Brille, Kontaktlinsen, laser, laserchirugie, Lasern, Lasik, Sehhilfe

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