Wahrsagen als Aberglaube
Mittwoch, 11. November 2009 |
Es ist ein alter Menschheitstraum, in die Zukunft zu sehen, zu wissen, was morgen sein wird.
Mädchen wollten ihren Zukünftigen sehen; Seefahrer, ob sie auch heil an den ersehnten Hafen kämen; Könige, wie ihre Kriege entschieden würden. Jede Kultur und jede Zeit hatte ihre magischen Riten, ihre weisen, hochgeehrten Wahrsager auf die die Herrscher hörten.
Sei es durch die Leberbeschau, die im alten Babylonien ihren Ursprung hatte, sei es Pythia, die im Tempel von Delphi meist sehr zweideutige Orakelsprüche für die Pilger parat hielt.
Der christliche Einfluss hat viele dieser antiken Orakel und Wahrsage-Riten zurückgedrängt. Aber das Wahrsagen selbst konnte er natürlich nicht verhindern. Über das Mittelalter hin bis in unsere Zeit haben sich eine ganze Reihe von Zeremonien des Wahrsagens erhalten.
Wie das “Zigeuner-Tarot”, die Astrologie, das Handlesen, die noch immer in Gebrauch stehende Glaskugel mit Wahrsagerin und noch so einiges mehr.
Sicher, für die Wahrsager ist das ein gutes Geschäft und ihre Zukunft sieht damit gewiss rosig aus. Man möchte es nicht recht glauben, jedoch ist Aberglaube leider nicht ausrottbar. Gerade in Zeiten, in denen es den Menschen wirtschaftlich und manchmal auch menschlich schlechter geht, versuchen diese immer wieder auf das Wahrsagen zurückzugreifen, um ein klein wenig an scheinbarer Sicherheit zu erhaschen. Leider wohl meist vergeblich.
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Mario Sturm
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