• Ein leises Summen erklingt aus dem Stall, der auf dem Grundstück von Ilse und Willi Keil rechterhand des Krautweges in Reichelsheim steht.

    Die Tiere sind bereits in weiser Voraussicht im Galopp von der Weide in den Stall geeilt, denn sie kennen schon den Klang des Autos von Ilse und sie wissen: jetzt gibt’s leckeres Müsli. Auch die drei Hengste, die in einem separaten Stall untergebracht sind, recken schon erwartungsvoll ihre langen Hälse. Müsli gibt es aber nur in kleinen Mengen. Die Hauptnahrung der Alpakas besteht aus Gras und Heu.

    Vor rund sechs Jahren begannen die Keils mit der Zucht dieser Kleinkamele, deren ursprüngliche Heimat die peruanischen Anden sind. Aus den damals drei tragenden Muttertieren, die in Reichelsheim Einzug hielten, ist eine stattliche Herde mit weit über 20 Tieren geworden. Fünf Crias, so nennt man die Alpakafohlen, wurden in diesem Jahr geboren und sind nicht nur für die zahlreichen Besucher immer wieder ein Hingucker.

    Anfang Juni wurden die Tiere geschoren, und so langsam wächst das Vlies wieder nach, damit sie warm eingepackt im kommenden Winter nicht frieren.

    Die Wolle der Alpakas ist begehrt. Anders als bei Schafen enthält sie kein Wollfett und ist durch die besondere Struktur angenehm leicht und warm, für Allergiker besonders geeignet. So sind die hochwertigen Alpakafasern in der Modeindustrie geschätzt. Die Keils lassen die Fasern zu wertvollem Strickgarn verspinnen sowie wärmende Bettdecken mit Alpakavlies-Füllungen herstellen.

    Es gibt 22 Naturfarbtöne – in der Tierwelt eine einzigartige Vielfalt. Die Farbpalette reicht von Weiß über verschiedenste Braunstufen bis hin zu Grau und Tiefschwarz. Auch die Tiere von Odenwald Alpakas haben verschiedene Farbtöne.

    „Alpakas sind ruhige und friedfertige Tiere, und man kann auch mal mit Kindern auf die Weide oder in den Stall gehen“, erklärt Ilse Keil. Die 55 bis 80 Kilogramm schweren Tiere werden auch als Therapietiere in Demenzwohnheimen und anderen Einrichtungen eingesetzt. Und bei einem Spaziergang mit den Tieren kommt man schnell ins Gespräch. „Spucken die?“ ist wohl die am meisten gestellte Frage. In der Tat spucken auch Alpakas, aber eher gegen Artgenossen, beispielsweise, wenn es um einen guten Platz an der Futterkrippe geht.

    Die Keils sind immer wieder gerne bereit, interessierten Besuchern ihre Tiere zu zeigen und etwas über deren Herkunft und die Haltungsbedingungen zu erzählen.

    Wer selbst Alpakas halten will, kann bei Odenwald Alpakas kostenlos Grundkenntnisse erwerben.
    Infos über die Odenwald Alpakas findet man im Internet unter www.odenwald-alpakas.de.

    Aussender:
    Odenwald Alpakas
    Willi Keil
    Sudetenstraße 14
    64385 Reichelsheim

    keil@odenwald-alpakas.de


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    Alpakas im Odenwald

    veröffentlicht auf Link im Web am 28. Oktober 2013 in der Rubrik Tierbedarf - Tiernahrung
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