• Der KfW Gründungsmonitor ist eine jährlich stattfindende Querschnittsbefragung mittels computergestützter Telefonbefragungen

    Als Gradmesser für das Gründungsgeschehen in Deutschland fungiert der sogenannte KfW Gründungsmonitor; dabei handelt es sich um eine jährlich durchgeführte repräsentative Befragung der Bevölkerung am Telefon, in deren Rahmen Fragen zu eventueller unternehmerischer Tätigkeit gestellt werden. Diese Umfrage wird seit dem Jahr 2000 im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) von einem renommierten Marktforschungsinstitut durchgeführt. Der KfW-Gründungsmonitor liefert ein umfassendes Bild des Gründungsgeschehens, wie es sich in Deutschland darstellt. Im Rahmen der Befragung wird eine Vielzahl von Informationen erhoben; diese betreffen die Gründer selbst, deren Projekte und den Fortbestand von Gründungsprojekten über die ersten drei Jahre nach der Gründung hinaus – dieser Zeitraum gilt nämlich als besonders kritisch.

    Der KfW Gründungsmonitor
    Die jährlich stattfindenden Querschnittsbefragungen werden mittels computergestützter Telefonbefragungen erhoben. Befragt werden in Deutschland ansässige Personen im Alter zwischen 18 und 67 Jahren. Ein weiteres Kriterium sind ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache. Seit dem Jahr 2008 werden rund 50.000 Personen befragt. Seit 2010 wird zudem ein Dual Frame Ansatz verwendet; dies bedeutet, dass nicht nur Haushalte mit einem Festnetzanschluss, sondern auch mit einem Mobilfunkanschluss erreicht werden.

    Bei jeder Befragung geben im Schnitt rund 800 Personen an, in den 12 Monaten vor dem Interview eine gewerbliche oder freiberufliche Selbstständigkeit aufgenommen zu haben. Auch Personen, die bis zu 3 Jahre vor dem Interview ein Unternehmen gegründet haben, werden statistisch erfasst – ungeachtet dessen, ob zum Zeitpunkt der telefonischen Befragung das Unternehmen noch besteht oder bereits aufgegeben wurde.

    Sowohl Personen, die nebenberuflich selbständig oder gewerbetreibend sind, als auch Personen, die hauptberuflich selbständig oder gewerbetreibend sind, werden erfasst. Ferner finden Personen, die sich an bereits bestehenden Unternehmen beteiligen oder ein solches übernehmen, Einzug in die Statistik. Ob es sich um eine gewerbliche Gründung, um eine Gründung als Freiberufler oder um eine Gründung im Sinne einer Tätigkeit als freier Mitarbeiter handelt, ist dabei unerheblich.

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    Den Gründern werden im Rahmen des Telefoninterviews ca. 50 Fragen gestellt. Diese zielen u. a. auf die Art der Gründung ab, auf die Anzahl der Mitarbeiter, auf die Finanzierung und auf das Fortbestehen des gegründeten Unternehmens. Auch persönliche Merkmale wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Herkunft und die Erwerbsbiografie werden bei den Gründern erhoben. Diese Daten werden darüber hinaus im Rahmen einer Unterstichprobe von rund 7.500 Nichtgründern erhoben. Dieses Vorgehen ermöglicht es, Vergleichsgruppen Informationen auszuwerten und Aussagen darüber zu treffen, unter welchen Voraussetzungen es zur Entscheidung einer Unternehmensgründung kommt.

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    Das Gründungsgeschehen in Deutschland – Berlin bei Gründern beliebt

    veröffentlicht auf Link im Web am 5. Juni 2014 in der Rubrik Finanzen
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