HSDPA bis 14,4 Mbit/s

Nachdem Vodafone im Juli 2009 an ausgewählten Standorten mit einer Geschwindigkeit von 14,4 Mbit/s in die Werbung geht, zieht T-Mobile nun nach. Auch hier werden, nach eigenen Angaben, diese Geschwindigkeiten erreicht. In der Praxis bedeutet das, dass diese Turbo-UMTS Verbindung mit einer DSL 10.000 Leitung zu vergleichen ist. Ob diese Werte in der Praxis tatsächlich erreicht werden können, muss sich erst noch beweisen.

Denn, wie auch bei den langsameren HSDPA Geschwindigkeiten, zeigt in der Praxis das der Kunde öfter enttäuscht wird. Angeblich, so die Werbung, soll HSDPA mit 7200 Kbit/s genauso schnell sein wie eine DSL 6000 Leitung. In der Praxis muss man allerdings feststellen, dass diese Geschwindigkeiten nur sehr selten erreicht werden. Es handelt sich hier offenbar ausschließlich um Laborwert. Dass diese in der Praxis keine Gültigkeit finden liegt auf der Hand.

Aber auch HSDPA mit 7200 kb/s ist eher die Seltenheit. Gewöhnlich empfängt man in Metropolen aber schon 3600 kb/s, welches ungefähr einer DSL 2000 Leitung entsprechen würde. Für das mobile Surfen sollte dieser Speed ausreichend sein. Das setzt allerdings voraus, dass UMTS bzw. HSDPA als zusätzlicher Internetanbindung vorhanden ist. Als Ersatz der herkömmlichen DSL Leitung kann UMTS noch nicht fungieren. Hier sind die Übertragungsraten nicht stabil genug.

Desweiteren kommt noch dazu, dass die Latenzzeiten bei UMTS sehr hoch angesiedelt sind. Hier werden teilweise mit Pingzeiten von über 100 ms gerechnet. Das ist eine so große Verzögerung, dass diese Internetanbindung für Online-Spiele nicht zu gebrauchen. Hier spielt es auch keine Rolle ob man einen UMTS Stick nutzt oder eine PCMCIA Karte.

Die Kosten für den User entwickeln sich zwar positiv, allerdings ist zu beachten das für einen Preis von etwas mehr als 20 € für die UMTS Flatrate auch Einschränkungen vorenthalten werden. Zum Beispiel ist das Übertragungsvolumen bei den Netzanbietern auf 5 GB pro Monat beschränkt. Wer diese Grenze überschreitet, der muss sich darauf vorbereiten dass er nur noch GRPS Geschwindigkeit empfangen wird. Das liegt bei circa 56 kb/s. Mit dieser Geschwindigkeit kann man maximal E-Mail fangen, ein zügiges Surfen durch das Internet ist allerdings unmöglich. Der normale User sollte mit 5 GB pro Abrechnungszeitraum sehr gut hinkommen. Wer gerne größere Daten, wie zum Beispiel Filme oder Musik aus dem Internet herunter lädt, ist mit HSDPA schlecht beraten. Hier kann innerhalb von wenigen Stunden das Transferguthaben aufgebraucht sein.

Aussender:
Peter Lindner
Kleines Feld 17
49448 Marl

info@jobcamp.de

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Veröffentlicht am 26. September 2009 um 08:13 · Permalink : Kategorie Internet - Ecommerce
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1 Kommentar

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  1. Geschrieben von Sternert | HSDPA Blog
    am 15. Oktober 2009 um 17:05
    Permalink

    Nun, bis wir HSDPA mit 14,4 Mbit/s haben wird es wohl noch ein bisschen dauern. Manche Betreiber schaffen ja nichtmal die beworbenen 7,2 Mbit/s…

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