Grillen braucht ein bisschen Geduld

(dtd). Ein saftiges Steak auf dem Teller, ein kühles Bier im Glas und die Sonnenstrahlen auf der Haut – Sommerzeit ist Grillzeit. Und die Deutschen sind fast schon Grillweltmeister, denn in jedem zweiten Haushalt gibt es einen Gas-, Elektro- oder Holzkohlengrill. Doch nicht nur der typische Geruch und der einzigartige Geschmack von Gegrilltem machen das Garen auf dem Rost zu etwas so Besonderem, über dem Ganzen liegt auch ein Hauch von Freiheit und Abenteuer. Kein Wunder also, dass man sich hierzulande im Schnitt sechs Mal während der Sommersaison auf Balkonen, Terrassen, am Strand oder im Park zum sommerlichen Grillschmaus trifft.

Gute Vorbereitung garantiert das Gelingen

Der Grill sollte fest stehen und nicht in der Nähe spielender Kinder aufgestellt werden. Holz und Papier sind für ein Grillfeuer nicht geeignet. Deshalb nur Holzkohle und/oder Grillbriketts verwenden, weil sie sauber und sicher brennen. Zum Anzünden bitte nur Grillanzünder – Paste, Riegel oder in flüssiger Form – verwenden. Benzin oder Spiritus sind ungeeignet und zudem viel zu gefährlich. Rund 30 bis 60 Minuten benötigen Holzkohle und Grillbriketts bis sie gut durchgeglüht sind. “Wenn die Kohle von einer dünnen Ascheschicht überzogen ist, kann’s losgehen“, erklärt Michael Durst, Obermeister der Hamburger Fleischerinnung.

Ohne Würstchen geht nichts

Neben leicht fettdurchzogenem Rind-, Schweine- und Lammfleisch, Geflügel und Fisch, brutzeln Grillfans immer häufiger auch Obst, Gemüse und Käse. Doch keine Grillparty kommt ohne Würstchen aus, von denen es inzwischen allein in Deutschland rund 50 verschiedene Sorten gibt. Beim Einkauf sollte man unbedingt auf eine natürliche Hülle achten, denn erst der Naturdarm macht die Wurst zum knackigen Genuss. Er lässt sie atmen und fördert so das gute Aroma. Besonders knusprig werden Würstchen, wenn sie während des Garens hin und wieder mit Bier bepinselt werden. Allerdings rät Durst davon ab, das Grillgut mit Bier zu begießen: “Dabei wird nicht nur die Asche aufgewirbelt, durch das Ablöschen entstehen polyzyklische Kohlenwasserstoffe, die am Gargut haften und unter dem Verdacht stehen, krebserregend zu sein“.

Direkt auf dem Rost sollte nur mageres oder leicht marmoriertes Fleisch gelegt werden. Teilstücke mit dicken Fetträndern, wie beispielsweise Schweinebauch, besser in einer speziellen Grill-Aluschale garen, damit das Fett nicht in die Glut tropfen kann. Oder man macht es wie die Profis, die eine mit etwas Wasser gefüllte Aluschale auf die glühenden Kohlen stellen, damit sich herabtropfendes Fett nicht entzündet. “Dunkel verbrannte Stellen auf keinen Fall mitverzehren“, rät Durst, “sie sind nicht nur ungenießbar, sie sind auch gesundheitlich nicht unbedenklich“. Gepökeltes Fleisch, wie beispielsweise Kassler, gehört auf keinen Fall auf den Grill. Während des Garens können sich aus dem Nitritpökelsalz Nitrosamine bilden, die ebenfalls als krebserregend gelten.

Grillen braucht ein bisschen Geduld

Auch wenn das Grillen eine relativ schnelle Garmethode ist, sollte man dennoch Geduld mitbringen. Lieber den Rost ein wenig höher stellen, damit die Leckereien nicht verbrennen. Gerade mariniertes Fleisch sollte bei schwacher Hitze – also eher am Rand des Rostes oder auf der obersten Stufe – gegrillt werden, weil das Öl und die Kräuter der Marinade leicht verbrennen. Dickere Fleischstücke, wie beispielsweise Hühnerschenkel, werden am besten unter der Haube gegart, so erreicht die Hitze das Grillgut von allen Seiten und das Fleisch bleibt saftig. Je nach Dicke der Fleischstücke, rechnet man drei bis sechs Minuten pro Seite. “Fühlt sich das Fleisch beim Drücken weich an, ist es im Kern noch roh. Gibt es etwas nach, ist es medium“, lautet die Faustregel.

Alu – unverzichtbar für abwechslungsreichen Grillgenuss

Fisch, Kartoffeln und weichere Käse lassen sich am besten in Alufolie grillen. Größere Kartoffeln am besten 10 Minuten vorkochen und dann fest in Alufolie eingewickelt für 15 Minuten zwischen die glühenden Kohlen legen. Fisch – egal ob im ganzen oder als Filet – mit Olivenöl einpinseln, salzen und pfeffern und dann die Folie fest schließen. Auf dem Grill langsam gar ziehen lassen. Lachs wird besonders lecker, wenn je einen Zweig Rosmarien und Thymian dazu gegeben wird. Ausgehöhlte Zwiebeln, Tomaten, Paprika oder Champignons schmecken gut mit einer Käse-/Kräuterfüllung – in Alufolie gewickelt auf dem Grill weich garen. Auch Feta lässt sich hervorragend in Alufolie grillen, besonders lecker mit einer Marinade aus Rapsöl, Kräutern und Knoblauch. Bei Spießen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Käsesorten wie Bergkäse, Gouda und Emmentaler lassen sich prima abwechselnd mit Fleisch und/oder Gemüse aufspießen und gelingen in einer Aluschale am besten.

Etwas Süßes zum Schluss

Apfel-, Birnen- und Bananenstückchen auf kleinen Holzspießen ergeben ein perfektes Dessert vom Grill – hinterher mit Honig bestreichen oder mit Puderzucker bestreuen – köstlich! Holzspieße unbedingt zwei Stunden wässern, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen. Bananen lassen sich übrigens auch in der Schale grillen. Das Obst ruhig öfter wenden. Vor dem Verzehr sollte man die Banane etwas abkühlen lassen und dann vorsichtig aufreißen. So lässt sich das Bananenmark direkt aus der Schale löffeln – zum Verfeinern ein wenig Honig oder Zimt dazu geben.

Gas, Elektro oder Holzkohle?

(dtd). Ein gut funktionierender Grill ist die Voraussetzung für einen gelungenen Grillabend. Der Handel bietet Holzkohle-, Elektro- oder Gasgrillgeräte in den verschiedensten Ausführungen an. Welcher Typ zum Einsatz kommt ist reine Geschmackssache. Während Gas- und Elektrogeräte durch ihre praktische Handhabung bestechen, erreicht nur ein Holzkohlegrill Temperaturen von mehr als 800 Grad Celsius. Erst diese Hitze verleiht, wie Untersuchungen der Bundesanstalt für Fleischforschung bestätigen, dem Grillgut das typisch-deftige Aroma. Einen höhenverstellbaren Rost sollte aber jeder Grill haben, damit man die optimale Entfernung des Grillguts zur Hitzequelle einstellen kann.

Ärger vermeiden

(dtd). In vielen Wohnanlagen ist das Grillen zeitlich und/oder örtlich begrenzt. Da gilt es Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen. Aber auch beim Grillen im eigenen Garten gibt es rechtliche Einschränkungen. So muss der Grill weit genug vom angrenzenden Grundstück aufgestellt werden, um Belästigungen durch Qualm und Rauch zu vermeiden. Informiert man die Nachbarn rechtzeitig über ein bevorstehendes Grillfest, haben sie zumindest die Gelegenheit die Wäsche abzunehmen und die Fenster zu schließen. Tipp: Laden Sie Ihre Nachbarn doch einfach zum Grillvergnügen ein.

Was kommt auf den Grill?

(dtd). Bei der Frage nach dem Grillgut sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.  Wer wert auf fachkundige Beratung legt, kauft Fleisch und Bratwürste im Fleischer-Fachgeschäft. Hier bekommt man garantiert auch Würstchen im Naturdarm und die meisten Fleischermeister geben nützliche Tipps für die Zubereitung. Das Grillgut sollte nur für kurze Zeit im Kühlschrank aufbewahrt werden. Einfrieren ist kein Problem, allerdings verlieren Bratwürste im Gefrierfach mit der Zeit ihren aromatischen Geschmack und sollten nicht länger als drei Monate gelagert werden.

Garzeiten

Bratwurst 15 Minuten
Kotelett 15 Minuten
Spareribs 30 Minuten
Schnitzel 15 Minuten
Lammkoteletts 8 Minuten
Rindersteak 12 Minuten
Hähnchenkeule bis 30 Minuten
Hähnchenbrust 8-10 Minuten
Das Fleisch grundsätzlich erst nach dem Grillen salzen und vor dem Verzehr einige Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft setzen kann – so bleibt das Grillgut saftiger.

Lammrücken vom Grill

(für 4 Personen)
2 Lammkarrees (à 375 g)
3 Knoblauchzehen
8 Stiele gemischte Kräuter (z.B. Rosmarin, Petersilie, Thymian, Basilikum)
2 EL Olivenöl

Zubereitung:
Lammkarrees in der gesamten Länge am Knochen einschneiden. Knoblauch hacken und mit den Kräuterstielen in die Schnitte legen, anschließend das Fleisch fest mit Küchengarn umwickeln. Öl mit 2 EL Wasser mischen. Lammkarrees auf dem mittelheißen Grill von jeder Seite 10 Minuten grillen, dabei ab und zu mit dem Öl-Wasser bestreichen.
Das Fleisch in Alufolie wickeln und 5 Minuten ruhen lassen. Lammkarrees aus der Folie nehmen und zwischen den Rippen in Koteletts schneiden.

Hähnchenspieße

(für 4 Personen)
1 unbehandelte Zitrone
1 TL rosenscharfes Paprikapulver
5 EL Olivenöl
2 Hähnchenbrustfilets (à 180 g)
1-2 Zweige Rosmarin

Zubereitung:
Die unbehandelte Zitrone heiß waschen und trocknen, 2 TL Schale fein abreiben. Zitronensaft auspressen. Schale mit 1 TL Zitronensaft, 1 TL rosenscharfem Paprikapulver und 5 EL Olivenöl verrühren. Nadeln von 1-2 Zweigen Rosmarin abzupfen und hacken. Unter die Zitronenmarinade rühren. Die Hähnchenbrustfilets waagerecht halbieren. Hälften diagonal halbieren und auf Spieße stecken. Fleisch rundum mit der Marinade bestreichen.
15 Minuten marinieren. Spieße bei mittlerer bis starker Hitze 5 bis 6 Minuten grillen, dabei gelegentlich wenden und mit Marinade bestreichen. Spieße erst nach dem Grillen salzen.

Beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Haftung für Inhalte, Links und Urheberrecht im Impressum.

Sie wollen diese Pressemeldung verlinken? Der Quellcode lautet:


Auf Link im Web empfehlen wir Ihnen auch diese interessanten Beiträge.
Veröffentlicht am 27. April 2011 um 14:08 · Permalink : Kategorie Nahrungsmittel
Schlagworte: ,
Pressemitteilungen veröffentlichen, Pressemeldungen veröffentlichen, Nachrichten veröffentlichen, Artikel veröffentlichen, News veröffentlichen, Pressetext veröffentlichen

Pressemeldung veröffentlichen

Veröffentlichen Sie Pressemitteilungen und News?
Machen Sie User neugierig. Berichten Sie was es Neues bei Ihnen gibt. Pressemeldung veröffentlichen zählt zur OffPage-Optimierung von Webseiten.

                       Zugang zum Presseportal hier beantragen

Erfolgreiche online Pressearbeit ist Teil einer Social Media Kampagne.
Bauen Sie gezielt Ihre Position im Web mit Pressemeldungen aus.
Die Veröffentlichung von von Pressemittelungen erhöht Ihren Bekanntheitsgrad im Web und ist gleichzeitig eine Grundform des Linkbuildings. Für Ihre SEO-Strategie ein ganz entscheidender Faktor.