Folgen der Abwrackprämie
Die “Abwrackprämie” ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
Auf den ersten Blick mag es vielleicht so aussehen, als sende die aktuelle Politik der Bundesregierung in Form der sogenannten “Abwrackprämie” zur Förderung des Neukaufs von Automobilen bei gleichzeitiger Verschrottung eines Altfahrzeuges die richtigen Signale an Wirtschaft und Kunden: vermeintlich “veraltete”, schadstoffbelastete Fahrzeuge würden durch diesen finanziellen Anreiz buchstäblich früher aus dem Verkehr gezogen und durch neue, “schadstoffärmere” Automobile ersetzt.
Bei näherer Betrachtung müssen sich alle Beteiligten allerdings sehr schnell einige berechtigte Fragen stellen:
- Rechtfertigt der Rückgang von Schadstoffemissionen um wenige Prozentpunkte die massive Umweltbelastung durch eine Totalverschrottung?
- Stehen die Einsparungsmöglichkeiten in einem gesunden Verhältnis zu den Lagerungs-, Transport- und Verwertungskosten der nunmehr nutz- und wertlosen Autowracks?
- Setzen die oftmals atemberaubend archaischen Rohstofftrennungsverfahren in Verwerterländern wie Indien und China nicht ein Vielfaches der Schadstoffe in Umwelt und Atmosphäre frei, als es die Reparatur und weitere Nutzung der ursprünglichen Fahrzeuge in Europa für weitere fünf bis zehn Jahre getan hätte?
All diese ungeklärten Fragen legen die Schlussfolgerung nahe, bei all dem politischen Engagement ginge es mehr um die Ankurbelung der krisengeschüttelten Automobilindustrie als um echtes ökologisches Engagement. Dass eine organisierte Rückführung von großen Mengen funktionsfähiger Autoteile in den Strassenverkehr für die Umwelt besser verträglich ist als die historisch üblicherweise praktizierte, radikale Totalverschrottung, liegt demnach auf der Hand.
ecarsearch.de haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, das Auto auf effiziente Weise als
zweitgrößten Resourcenträger der westeuropäischen Transportinfrastruktur für Verwerter und Verbraucher
zu erschließen.
Über eine netzgestützte Datenbanklösung ist die Suchmaschine für gebrauchte Autoteile mit über 1500 Großhändlern, Werkstätten und sonstigen Vertragspartnern verknüpft.
Genau an dieser Stelle kann das Internet eine seiner größten Stärken ausspielen, nämlich die transparente und schnelle Suche nach der sprichwörtlichen Stecknadel im Heuhaufen. In der Vergangenheit mag es tausende Male zu der Situation gekommen sein, dass die von Kunden A in Stadt B gebrauchten Ersatzteile zwar zu günstigem Preis bei Werkstatt C im Landkreis D vorrätig waren, doch gab es ohne Anbieter wie ecarsearch.de keine systematische Möglichkeit, die beiden potentiellen Geschäftspartner miteinander in Kontakt zu bringen. Dank ecarsearch können nunmehr alle erforderlichen Ersatzteile gebraucht und dennoch in garantierter Qualität termingerecht angeliefert werden.
In Zeiten der globalen Finanzkrise wirken weitere Mechanismen, die ein Unternehmen wie ecarsearch an Bedeutung gewinnen lassen: Wenn jahrzehntelang als unantastbar geltende Automobilkonzerne ein vormals weitverzweigtes Netz von Lizenzhändlern und Vertragswerkstätten aus Kostengründen ausdünnen müssen oder gar selbst vor dem Ruin stehen, sind Autobesitzer und verbleibende Werkstätten um so mehr auf unabhängige Vertriebsnetzwerke für neue und gebrauchte Ersatzteile angewiesen. Wenn nun diese Automobilhersteller aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien oder gar Korea und Japan aus organisatorischen oder produktpolitischen Gründen nicht länger zur Auslieferung von Ersatzteilen in der Lage sind, nehmen Interessenten stattdessen ihre Autoteile gebraucht in Empfang, ohne auf Seriösität und Professionalität verzichten zu müssen.
Informationstechnologien können und müssen für den Umweltschutz eingesetzt werden. Zur Linderung der infrastrukturellen Probleme des beginnenden 21. Jahrhunderts, vor allem Klimawandel und Verknappung von Resourcen, leistet ecarsearch somit für den deutschsprachigen Raum einen nicht unwesentlichen Beitrag, den man als kostenbewusster Autofahrer mit grünem Gewissen wirklich ausnutzen sollte.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass ecarsearch, seine Geschäftspartner oder zumindest Nachahmer die gute Idee weiter ausbauen und ins europäische Ausland verbreiten werden.
Weitere Infos finden Sie unter www.ecarsearch.de
Kontaktdaten und Aussender:
Kaputt-GmbH
Herr Köhler
Kimming 3
25348 Glückstadt
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am 29. März 2011 um 14:20
Permalink
Im Rückblick betrachtet, war die Abwrackprämie keine so schlechte Idee. Es wurde ja damals befürchtet, dass die Absatzzahlen in den Jahren danach einbrechen würden. Das hat sich Dank der sehr guten Absatzzahlen in den USA und vor allem China nicht bewahrheitet. Deutschland ist für die deutschen Autohersteller auch nicht mehr der wichtigste Umschlagplatz. Alle erwarten sich von Asien eine neue Hochphase.