• Bittere Realität: Immobilienbranche gerät ins Stocken. Bauen wird sprunghaft teurer. Paradigmenwechsel in Bauförderung. Zinsgünstigere Kredite für Werterhaltung. Sanierung wird Eigentümer

    BildEin Kommentar von Theodor J. Tantzen

    Die Baubranche war lange Zeit der Konjunkturtreiber in Deutschland. In den vergangenen Wochen geriet der Wohnungsbau aber fast gänzlich ins Stocken. Sich verschärfende Lieferengpässe, eine immer höhere Inflationsrate und ein steigendes Zinsniveau zwingen die Branche in die Knie.

    Neue Bauprojekte liegen auf Eis
    Meist werden nur noch bereits laufenden Projekte fertiggestellt – oft mit beträchtlichen Verzögerungen. Neue Projekte werden zunächst komplett auf Eis gelegt. Die wachsende Sorge der Bevölkerung vor unkalkulierbaren hohen Strom- und Gaspreisen ab diesem Winter lässt die Baubranche in Lethargie verfallen. Ein solches Szenario ist seit Jahrzehnten geradezu einzigartig. Neuen Wohnraum wird es in dem notwendigen und allseits erhofften Umfang vorerst definitiv nicht geben. Diese bittere Realität müssen sowohl private Investoren wie auch die Baufirmen erst einmal akzeptieren.

    Bauen wird sprunghaft teurer
    Wird modernes Wohnen in den eigenen vier Wänden zum unerfüllbaren Luxus? Fakt ist, Bauen wird aktuell sprunghaft teurer. Preissteigerungen von zwanzig Prozent werden bei der Errichtung von Neubauten vom Bundesverband der Bauindustrie prognostiziert. Der Traum vom Eigenheim rückt damit für die Mittelschicht erst mal in weite Ferne.

    Lernen wir aus der Hyperinflation der 20er Jahre?
    Erschöpfen wir uns nicht im Wehmut! Ein Blick in unsere Historie zeigt, dass es noch weitaus schwierigere Zeiten gab: In der Zeit der Hyperinflation der 20er Jahre und der in den 30er Jahren folgenden Weltwirtschaftskrise haben die Bürger fast alles verloren: ihr Erspartes, die Arbeit und vor allem ihre Zuversicht. Das erzeugte über Generationsgrenzen hinweg eine tiefsitzende Angst vor Geldentwertungen, die selbst in Zeiten einer niedrigeren Inflationsrate auf der persönlichen Sorgenskala stets virulent war.

    Immobilien als sicherste Wertanlage in Krisenzeiten
    In der Zeit höchster fiskalischer Not und größter Unsicherheiten wurden seinerzeit Immobilien realisiert, die bis heute eine besonders kreative und langfristig hochwertige Substanz aufweisen. Statt der reich verzierten Gründerzeitbauten entstanden in den Vorkriegsjahren schlichte, puristische Wohnquartiere. Die Schlichtheit der Bauweise, die unter anderem den veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen geschuldet war, mündete in den kühnen, rationalen und funktionalen Entwürfen des Bauhausstils, die heute unter Denkmal stehen und zum Kulturerbe erklärt wurden. Nicht zu vergessen: Bereits in derart harten Krisenzeiten konnten Immobilienbesitzer ihr Eigentum und ihr Vermögen in Form von Wohnraum langfristig sichern.

    Sanierung von Bestandsimmobilien – neuer Schwerpunkt der Immobilienbranche?
    Richten wir den Blick vom Neubau auf Bestandsimmobilien. Hier eröffnet sich ein höchst interessantes Geschäftsfeld. Wie gewaltig der Markt ist, das belegt das Bundesamt für Statistik: Aktuell gibt es in Deutschland rund 18,7 Millionen Wohngebäude, in denen sich 40 Millionen Wohnungen befinden. Zudem existiert in Nichtwohngebäuden noch weiterer Wohnraum, wodurch der gesamte Wohnungsbestand 41,4 Millionen Einheiten zählt.
    Mehr als die Hälfte der rund 19 Millionen Wohngebäude in Deutschland sind älter als 40 Jahre, rund fünf Millionen Häuser älter als 60 Jahre. Der weitaus größte Teil des Wohnungsbestands in Deutschland ist in den Jahren 1949 bis 1978 errichtet worden. Gut ein Viertel wurde vor 1949 gebaut. Sanierungen bedeuten hier natürlich Werterhalt des dringend benötigten Wohnraums.
    Da der überwiegende Anteil der Bestandsimmobilien mit Sicherheit nicht den modernsten Energiestandards entspricht, eröffnet sich der Bauindustrie ein großes Geschäftsfeld. Das Sanierungsgeschäft wird sich aber nicht nur auf politisch vorgeschriebene Heizsysteme beschränken, auf besser gedämmte Wände und neue Fenster, sondern künftig verstärkt auf regenerative Energieerzeugung.

    Einsparpotenzial durch Sanierungen
    Energetische Sanierungen von Bestandsimmobilien dürften gefragter denn je werden. Denn es geht nicht nur um den drohenden Klimawandel, sondern schlicht um das Geld. Warum? Deutschland blickt mir großer Sorge auf den in wenigen Wochen beginnenden Winter und die zu erwartenden Preise für das Heizen. Die aktuellen Energiepreisexplosionen verschärfen die Dringlichkeit des Energiesparens beim Wohnen in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Die Politik hat diesen Weg gebahnt. Nach dem Paradigmenwechsel der öffentlichen Bauförderung im Frühjahr soll es künftig fast ausschließlich Zuschüsse in Form von zinsgünstigeren Krediten für die Sanierung von Bestandsgebäude geben. 90 Prozent der künftigen staatlichen Förderungen soll in Co2-Einsparmaßnahmen fließen.

    Sanierungen werden für Eigentümer teurer
    14 Milliarden Euro stellt der Bund von 2023 bis 2026 jährlich zur Verfügung. Allerdings sinken die Fördersätze für Einzelmaßnahmen. Beim Thema Sanierung werden Eigentümer daher tiefer als bisher in die Tasche greifen müssen. Gleichwohl werden sich – angesichts explodierender Energiepreise – diese Investitionen durch die erzielbaren Energieeinsparungen sicher schneller kompensieren lassen. Kommunen, Länder und der Bund müssen jetzt Initiativen starten. Bauen muss günstiger und von der Planung bis zur Realisierung schneller gelingen. Sonst liegt dieser Bereich länger als gehofft brach. Wir sollten in dieser Krise nicht verzweifelt den Kopf in den Sand stecken. Auch in unserer krisengeschüttelten Nation ist ein beachtlicher Reichtum vorhanden. Selbst in der Corona-Pandemie wurde mehr gespart als je zuvor. Es bleibt die Hoffnung, dass Unternehmen weiterhin trotz aller widriger Umstände in Immobilien investieren. Sanierungen von Bestandswohnungen und Denkmalimmobilien bieten gleichwohl eine interessante und attraktive Ergänzung zum Neubau.

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    veröffentlicht auf Link im Web am 22. September 2022 in der Rubrik Presse - News
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