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    Viele kennen die Situation: man befindet sich schon seit längerem in einer Beziehung, die im Laufe der Zeit etwas langweilig geworden ist. Da drängt sich einigen die Idee auf, dass ein geheimer Seitensprung etwas Abwechslung in den öden Alltag bringen könnte. Aber wie stellt man so etwas an, ohne dass der Partner etwas mitbekommt? Des Rätsels Lösung ist ein gutes Alibi.

    Der Klassiker unter den Seitensprung-Alibis sind geschäftliche Termine, „überraschende“ Überstunden und Seminare.
    Doch sollte man sich einer Sache immer bewusst werden: Dieses Alibi funktioniert nur dann, wenn diese Fälle tatsächlich auch einmal eintreten. Wenn ein normaler Sachbearbeiter, der bisher täglich nach acht Stunden seinen Arbeitsplatz verlassen hat, plötzlich täglich bis in die Arbeitsstunden arbeiten muss, kann der Partner schnell misstrauisch werden. Gleiches gilt für überraschend viele Seminare, obwohl bisher nie Fortbildungen angeordnet wurden. Die Arbeit dient also in erster Linie für Geschäftsmenschen, die sehr viele Auswärtstermine haben, regelmäßig Schulungen besuchen müssen und die sowieso immer Überstunden machen müssen.
    Der Vorteil für solche Menschen ist, dass sie ihren Lebensstil nicht wirklich ändern müssen, und der Partner wird so nichts mitbekommen. Für einen normalen Arbeiter oder Angestellten reicht dieses Alibi maximal für ganz seltene Ausbrüche aus der Partnerschaft, alles andere wäre unglaubwürdig. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass man nach dem Seitensprung immer wieder so aussieht, als würde man gerade abgeschlafft aus dem Büro kommen. Dies erfordert ein hohes Maß an Disziplin.

    Ein weiteres, sehr praktisches Alibi ist die sportliche Betätigung.

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    Dies funktioniert aber natürlich nur, wenn sich der Partner der Sache dann nicht spontan anschließen möchte. Es ist also wichtig, dass man eine Sportart aussucht, die der andere definitiv nicht leiden kann. Es ist auf jeden Fall auch plausibel, wenn man sich mehrmalig pro Woche sportlich betätigt. Wenn man allerdings vorher ein totaler Sportmuffel war, sollte man sich langsam steigern, um die Glaubhaftigkeit zu gewährleisten. Wenn man es richtig anstellt, kann man später vielleicht sogar zu „Sport-Veranstaltungen“ fahren. Hervorragend geeignete Sportarten sind Laufen, Skaten oder Fahrradfahren, da man diesen ständig und überall nachgehen kann. Zu vermeiden sind sportliche Aktivitäten im Rahmen eines Vereins.
    Es wird sich dort schnell herumsprechen, wenn man des Öfteren fehlt und irgendwann schnappt vielleicht auch der Partner etwas von den Gerüchten auf. Schon ist das Misstrauen gesäht. Der Vorteil eines sportlichen Alibis ist, dass man von der Zeit größtenteils unabhängig ist und seine Affäre pflegen kann, wann und wie oft man will. Da man ab und an ja doch einmal tatsächlich Sport machen muss, um den Schein zu wahren, kann man auf Dauer sogar seine körperliche Fitness steigern. Auch wird es den Partner nicht wundern, wenn man nach dem Sport noch mal duscht. So können eventuelle Spuren der Affäre wie Lippenstift oder Parfums einfach beseitigt werden, ohne einen Verdacht zu erwecken. Nicht geeignet ist diese Methode allerdings für absolute Sportmuffel, da das Alibi höchstwahrscheinlich früher durch die eigene Faulheit platzen wird.

    Wenn man nach einem einfachen und günstigen Alibi sucht, eignet sich auch ein Volkshochschulkurs.
    Der Kurs an sich bietet natürlich nicht viele Möglichkeiten. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als ihn auch zu besuchen, da der Partner sonst schnell Verdacht schöpfen könnte, wenn einen die anderen Teilnehmer nicht kennen und man auch nichts zu erzählen hat. Am besten sucht man sich also ein Thema aus, das einen tatsächlich interessiert. Das effektive an dieser Methode ist, dass man leicht vorgaukeln kann, dass man nach dem Kurs noch mit anderen Teilnehmern etwas trinken geht. Hier hat man dann ein oder zwei Stunden, in denen man sich nach Herzenslust vergnügen kann. Sinnvoll ist es, den Namen des Zweit-Partners als Name eines Kursteilnehmers fallen zu lassen. Wenn einem dieser nun einmal herausrutscht, vermutet der Partner dahinter einen neutralen Bekannten. Die Problematik an diesem Alibi ist, dass man zeitlich nicht flexibel ist. Die Termine des VHS-Kurses richten sich nun einmal nicht danach, wann man seine Affäre pflegen möchte. Diese Methode erfordert also von beiden Seitensprung-Beteiligten, dass sie immer an diesem einen Tag zu einer bestimmten Uhrzeit Zeit haben. Und häufige Treffen sind natürlich auch nicht möglich, weil die meisten Volkshochschulkurse nur einen Termin pro Woche haben, teilweise sogar in noch größeren Abständen.

    Alfred Kues
    Jasminstr.6
    49811 Lingen
    tigerauge@ollepiepen.de


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    Alibis für Seitensprünge

    veröffentlicht auf Link im Web am 18. November 2013 in der Rubrik Zweisamkeit
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