• ist die Zeit der steilen Immobilienpreisanstiege vorbei. Platzt gar eine Immobilienblase?

    BildDer Postbank Wohnatlas zeigt, dass auch in 2017 die Preise für Wohnimmobilien weiter gestiegen sind. Demnach war Wohnraum in 242 von 401 Städten und Kreisen wieder teurer als im Vorjahr. Bundesweit verteuerten sich die Preise inflationsbereinigt um 5,5 Prozent.
    Teuerstes Pflaster ist weiterhin München. Knapp 6800 Euro mussten Käufer dort pro Quadratmeter im Mittel berappen. Dies ist ein Anstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
    Die zweitteuerste Stadt Frankfurt am Main folgt in spürbarem Abstand mit 4500 Euro pro Quadratmeter. Der Zuwachs liegt bei satten 11 Prozent.
    Hamburg, im Vorjahr noch an zweiter Stelle, folgt mit 4211 Euro je Quadratmeter.
    An vierter, fünfter und sechster Stelle folgen dann mit annähernd gleichen Preisniveaus Stuttgart, Berlin und Düsseldorf.

    Steile Preisanstiege
    Die fünf Städte und Regionen mit den steilsten Preisanstiegen von zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent sind Weißenburg-Gunzenhausen, Erding, Fulda, Sömmerda und Potsdam-Mittelmark.
    Die Uckermark, wo angeblich ein Ferienhaus Merkels steht, macht immerhin auch noch rund 17 Prozent gut.
    Gleichzeitig beklagt das Baukosteninformationszentrum (BKI) der deutschen Architektenkammern, dass die Normalherstellungskosten deutlich stärker gestiegen sind, als es der Baukostenindex des statistischen Bundesamtes widerspiegelt. Der Anstieg der Normalherstellungskosten liegt demnach um volle 24 Prozent über dem Baukostenindex. Dieser Unterschied ist enorm und führt fast zwingend zu Fehlbewertungen in Wertermittlungsverfahren nach dem Sachwertverfahren.

    Baugenehmigungen für Wohnungen sinken
    Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Baugenehmigungen gegenüber 2016 insgesamt um 7,3 Prozent (minus 27.300). Erstmals seit neun Jahren gab es deutlich weniger Genehmigungen für den Wohnungsbau.
    Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 348.100 Baugenehmigungen für Wohn- und Nichtwohngebäude erteilt.

    Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen war von 2008 bis 2016 kontinuierlich gestiegen. Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen hat im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent abgenommen (minus 15.900 Wohnungen). Genehmigungen für Wohnungen in Einfamilienhäusern gingen ebenfalls um fünf Prozent zurück (minus 4.700 Wohnungen). In Zweifamilienhäusern waren es 2,7 Prozent (600 Wohnungen) weniger.
    Die Zahl der Genehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern blieb Destatis zufolge nahezu unverändert mit 172.630. Allerdings war diese Zahl in den vergangenen Jahren noch im Aufwärtstrend und stagniert erstmals, was darauf hindeutet, dass die Dynamik im Wohnungsbau nachlässt.

    Werbeanzeige

    Rosarote Wolke? Nicht ganz
    Bis auf die Baugenehmigungsstatistik schwebt der Immobilienmarkt also noch immer auf der rosaroten Wolke…
    Der ganze Immobilienmarkt?
    Nein, es gibt auch ein paar schwarze Schafe. In Straubing-Bogen in Niederbayern sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr mit Wucht um über26 Prozent eingebrochen. Dicht gefolgt von Main-Spessart (-21,1 %) und Nordhausen in Thüringen (-18,4 %).

    Blick über den Kanal
    Zum Abschluss wagen wir dann noch einen Blick über den Ärmelkanal, zu einem der sich bisher am schnellsten verteuernden Immobilienmärkte, nach London.
    Acadata berichtet, dass Londons teuerste Stadtteile am stärksten von einem Preiseinbruch im letzten Jahr betroffen waren. Angeführt von Wandsworths mit einem Preiseinbruch von 14,9 Prozent und Southwark mit minus 12,2 Prozent. Die Häuserpreise in London fielen allein im letzten Januar um 0,8 Prozent zum Vormonat. Der Markt wurde durch ein langsameres Wirtschaftswachstum und eine schnellere Inflation seit der Brexit-Entscheidung beeinträchtigt, während die Bank of England signalisiert hat, dass sie die Zinsen weiter erhöhen muss.

    Sonderbar
    Ist das nicht sonderbar? Da steigt die Inflation und gleichzeitig fallen die Immobilienpreise wie die Blätter im Herbst. Wie passt das denn zusammen?
    Die Antwort ist einfach: Unterschätzen Sie nie die Macht steigender Zinsen auf die Immobilienpreise. Beobachten Sie die Zinsentwicklung genau und lassen Sie sich von Schalmeienklängen nicht einschläfern. Aller Ankündigungen zum Trotz werden die Zinsen auch bei uns steigen.
    Ein Dexit hingegen wird uns erspart bleiben. Zumindest solange noch ein deutscher Sparer ein paar Kröten bei der Bank hat.

    Grundsätzlich gilt: wer heute noch Immobilien kauft, sollte das Buch von Thomas Trepnau gelesen haben.

    Über:

    Thomas Trepnau SAS
    Herr Daniel Treuseel
    Ai Nevez 3
    29700 Plomelin
    Frankreich

    fon ..: 0033658626107
    web ..: http://www.betongoldkurs.com
    email : info@betongoldkurs.com

    Pressekontakt:

    Thomas Trepnau SAS
    Herr Daniel Treuseel
    Ai Nevez 3
    29700 Plomelin

    fon ..: 0033658626107
    web ..: http://www.betongoldkurs.com
    email : info@betongoldkurs.com


    Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt der hier publizierten Meldung nicht der Betreiber von Link-im-Web.de verantwortlich ist, sondern der Verfasser der jeweiligen Meldung selbst. Weitere Infos zur Haftung, Links und Urheberrecht finden Sie in den AGB.

    Sie wollen diesen Beitrag verlinken? Der Quellcode lautet:

    Kaufpreise und Herstellungskosten steigen, Baugenehmigungen sinken – aber es gibt Ausnahmen

    veröffentlicht auf Link im Web am 8. April 2018 in der Rubrik Presse - News
    Content wurde 5 x angesehen

    Schlagwörter: , , , , , ,