• Mitarbeiterführung ist ein wichtiges Thema und ein Dauerbrenner – Hier finden Sie wichtige Punkte für eine sofortige Optimierung. Viel Spaß und Erfolg!

    BildVon Nicole Biermann-Wehmeyer und Hendrik Siebenmorgen

    Mitarbeiterführung und Delegation

    Viele Führungskräfte oder auch angehende Führungskräfte neigen dazu, bei allen Aufgaben die Kontrolle haben zu wollen und erledigen viele Aufgaben selbst. Das bindet sehr viel Zeit und man verliert sich in den Tätigkeiten, die man an Mitarbeiter/innen hätte delegieren können.
    In dieser Situation hat man auch bei dem besten Zeitmanagement keine Zeit mehr für die Big Points.

    Viel zu viele Führungskräfte sind der irrigen Auffassung, delegieren sei viel zu langwierig und die besten Ergebnisse würde sie ohne erzielen wenn die meisten Aufgaben ‚mal eben selbst‘ erledigen. Dass diese Denkweise überdacht werden sollte, ist Thema dieses Artikels. Weiterhin geben wir Tipps für einer bessere und sofortige Delegation.

    Führungsaufgaben und persönliche Interessen

    Warum es statt ’schneller und besser‘ eher ‚langsamer und schlechter‘ heissen sollte.

    Viele Führungskräfte kommen aus einer Fachrichtung in ihrem Unternehmen und haben häufig auch dahingehende Interessen. Da liegt die Versuchung nahe, interessante oder für sie selbst leicht zu lösende Aufgaben ’schnell mal eben‘ selbst zu erledigen – auch wenn diese nicht zu ihren (neuen) Kernaufgaben bzw. Führungsaufgaben gehören. Damit begehen sie jedoch einen großen Fehler. Denn zum einen rauben ihnen diese Aufgaben die Zeit für ihre eigentliche Tätigkeit als Führungskraft und damit ihrer Kerntätigkeit. Zum anderen lassen sie ihr Team zurück, welches an der Bewältigung dieser Aufgaben wachsen und kompetenter werden könnte.

    Mittel- bis langfristig zahlt sich die Entwicklung der eigenen Mitarbeiter*innen immens aus, wohingegen die Verweigerung von guter Delegation zum Team-Killer werden kann.

    Wen suchen Sie aus? Mitarbeiterführung und Delegation

    Sollten Sie sich jedoch dafür entschieden haben zu delegieren, stehen Sie zwangsläufig vor der Frage welcher der Mitarbeiter*innen die Aufgabe übernehmen soll. Grob unterschieden könnte man sagen, Sie wählen zwischen Kolleg*innen mit viel und mit wenig Erfahrung in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen aus.

    Beides hat seine Vor- und seine Nachteile. Die Erfahreneren werden die Aufgabe wahrscheinlich schneller zu einem guten Ergebnis bringen und weniger Anleitung benötigen, wohingegen die Unerfahreneren im Durchschnitt mehr Zeit für ein gutes Ergebnis benötigen werden und Sie wohl auch häufiger um Rat bitten werden. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, bedenken Sie jedoch, dass die Fortentwicklung des eigenen Teams wichtig ist und sich die Kompetenz von den eher unerfahrenen Kolleg*innen durch einen solchen Prozess deutlich erhöht, mit dem Ziel zukünftige Aufgaben leichter und mit weniger Anleitung lösen zu können.

    Was und warum?

    Ebenso wichtig bei der Mitarbeiterführung und Delegation wie die richtige Person ist die Aufgabe selbst, bzw. die richtige Formulierung der Aufgabe. Je genauer Sie Ihre Zielvorstellung formulieren können, desto besser und desto hilfreicher für die Mitarbeiter*innen bei der Umsetzung. Je schwammiger das Ziel, desto unwahrscheinlich wird es, dass Sie mit der Lösung zufrieden sein werden. Daher – warum doppelt arbeiten?
    Wenn Sie es dazu noch schaffen die Aufgabenstellung mitsamt ihres Sinns und ihrer Wichtigkeit für das Unternehmen zu vermitteln, so steigern Sie darüber hinaus auch die Motivation Ihrer Mitarbeiter*innen. Denn wer geht nicht gerne einer sinnvollen Aufgabe nach?

    Kommunikation und Delegation?

    Achten Sie bei der Kommunikation zur Delegation auf die Sender- und Empfängerebene. Wenn man anspruchsvolle Aufgaben häufig durchgeführt hat, wird man sehr schnell betriebsblind und übergeht bei den Erklärungen zur Delegation wichtige Details der Aufgabe.
    Man kann den Sachverhalt dann besonders gut erklären, wenn man sich vorher genau überlegt, wo der andere steht und wie weit er die Aufgabe thematische nachvollziehen kann.
    Nehmen Sie sich für die Delegation viel Zeit. Sie werden diese Zeit im Nachhinein einsparen.

    Delegation und Motivation?

    Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter/innen. Was bedeutet Motivation für die Erfüllung der Aufgaben? Sie ist wichtig für gute Leistungen und eine unverzügliche Umsetzung. Sicherlich kann die Motivation über materielle Anreize erfolgen. Mindestens ebenso wichtig ist die Wertschätzung für das Handeln und die Person des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin. Man möchte gebraucht werden und hört es gerne, wenn man gelobt wird.
    Viele Führungskräfte unterliegen immer noch dem Irrtum, dass zu viel Lob die Adressaten träge und faul werden lässt.

    Delegation und Kontrolle

    Bei neu übertragenen Aufgaben ist eine Kontrolle wichtig. Die Formulierungen gegenüber dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin sind wichtig. Man sollte keine Kontrollhaltung einnehmen, sondern nach dem persönlichen Feedback des Ausführenden fragen. An der Stelle werden dann auch die nähren Umstände der Durchführung deutlich. Wenn Kritik erforderlich wird beginnen Sie mit Wertschätzung. Beispielsweise: „Schön, dass Sie die Aufgabe so spontan übernommen haben. Es ist sehr wichtig, dass wir auf folgende Details achten…“

    Zusammenfassung

    Die Kunst der Delegation bringt wertvolle Zeit für den Karriereschub
    „Ich kann das besser schnell mal eben selbst machen, bevor ich das erklärt habe wie es geht.“
    Die Delegation von Aufgaben und Verantwortungen hat als primäres Ziel, Freiräume für Sie als Fach- oder Führungskräfte zu schaffen
    Zeit für die Big Points
    Eine transparente und effektive Delegationspolitik erhöht die Effizienz in der Teamarbeit
    Erfolg im Team ist motivierend
    Gutes Delegieren erfordert Vertrauen und „Loslassen können“
    Kontrolle kann Konflikte bergen (Gute Kommunikation erforderlich)
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    Mitarbeiterführung – Worauf sollte ich achten?

    veröffentlicht auf Link im Web am 20. September 2021 in der Rubrik Presse - News
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